In Anbetracht der sogenannten Schweinegrippe sollen deutsche Unternehmen und andere Institutionen der Privatwirtschaft ihre häufig bestehenden Pandemiepläne überprüfen und anpassen. Das forderte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Die Unternehmen müssten sich bestmöglich auf eine mögliche Influenzapandemie vorbereiten, so die Ministerin. Niemand könne zum jetzigen Zeitpunkt voraussagen, welches Ausmaß die Ausbreitung des neuen Virus und welchen Schweregrad die Erkrankung annehmen werde.
Der Nationale Pandemieplan von Bund und Ländern sowie die seit Bekanntwerden der ersten Fälle in Mexiko eingeleiteten Maßnahmen böten laut Schmidt eine gute Grundlage für eine effektive Zusammenarbeit in der Bekämpfung der Grippewelle. Darüber hinaus hätten die Erfahrungen aus einer länderübergreifenden Krisenmanagement-Übung (LÜKEX 2007) gezeigt, wie wichtig die Einbindung und der Beitrag der Privatwirtschaft zur Bewältigung einer Pandemie sei.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte das Influenzavirus A/H1N1 im Juni auf die höchste Warnstufe sechs heraufgestuft. Als Pandemie gilt eine ansteckende Krankheit, die sich über Ländergrenzen und Kontinente hinweg von Mensch zu Mensch ausbreitet.
Aus VCI Hessen informiert Juli 2009